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Aktuelles aus Wendessen


















































































































































Braunschweiger Zeitung
10 Jahre Engagement für ein Denkmal
vom 04.09.2008
Stolz blickt Klaus-Martin Jungkurth auf das alte Spritzenhaus mit seinem hohen Turm im Zentrum von ...

Stolz blickt Klaus-Martin Jungkurth auf das alte Spritzenhaus mit seinem hohen Turm im Zentrum von Wendessen. "Das macht ein wichtiges Stück des Dorfbildes aus" sagt er.

Dabei wäre es vor 10 Jahren beinahe um das Gebäude geschehen gewesen. Die Stadt Wolfenbüttel habe damals den Abriss geplant, sagt der Bürgermeister des Wolfenbütteler Ortsteils. Erst die Initiative Wendesser Spritzenhaus habe das Gebäude, das wahrscheinlich 1885 errichtet wurde, gerettet.

Zufällig habe er damals von den Plänen erfahren, erzählt Jungkurth. Auf 100000 Mark habe die Stadt die nötige Sanierung des Gebäudes geschätzt. Morsche Ziegel und ein undichtes Dach seien nur einige der Schäden gewesen.

Gleichzeitig stand in Wendessen die Sanierung des Sportheimes an. Die Chancen standen schlecht für das Spritzenhaus. Ein paar Wendesser versuchten es dennoch. "Bei der Gründungsversammlung waren wir acht oder neun Leute", erinnert sich Jungkurth. Die Stadt habe einen Verein als Voraussetzung genannt, um einer Sanierung zuzustimmen.

Der Verein sammelte Geld für die Sanierung. "Es war für weit weniger als 100000 Mark zu machen erinnert sich Jungkurth. Der Leiter der unteren Denkmalschutzbehörde Hans Mai, unterstützte das Projekt, Wolfenbütteler Zeitung und Anzeiger berichteten und Bürger halfen. Die Stadt steuerte das für den Abriss eingeplante Geld hinzu.

In den Jahren 1999 und 2000 wurde das Spritzenhaus schließlich saniert durch Handwerker und teils durch Eigenleistung. "Die Gesamtkosten belaufen sich bis heute auf etwa 23000Euro", sagt Jungkurth. Mit seinem Engagement habe der Verein ein Denkmal gerettet. Sowohl das Haus als auch der Schlauchturm aus dem Jahr 1952 stünden unter Schutz. Eine Rarität sei das Gebäude ohnehin: "Spritzenhäuser mit angebauten Türmen sind weitgehend verschwunden", sagt der Ortsbürgermeister. Der Verein wolle das Dorfbild erhalten als ein sichtbaren Zeichen der Wendesser Geschichte. "Man kann so etwas nicht einfach aus dem Ensemble wegnehmen", sagt Jungkurth.

Das 10-jährige Bestehen des Vereins feiern die Wendesser am Samstag von 15 bis 18 Uhr vor dem Spritzenhaus und bei schlechtem Wetter nebenan in der Festscheune von Erich Isensee. Für Unterhaltung sorgen unter anderem der Männergesangverein, Brunos Blechband und die Trachtengruppe Steinbeekers. Aus dem Automuseum Wolfsburg soll außerdem ein Feuerwehrwagen aus den 60er-Jahren zu sehen sein.

Bildunterschrift: Klaus-Martin Jungkurth steht vor dem Turm des Wendesser Spritzenhauses, das er mit einem Verein vor dem Abriss bewahrte. Foto: Kai-Uwe Ruf

Quelle: Braunschweiger Zeitung, Wolfenbuettel, 4. September 2008, Wolfenbüttel Lokales, Seite 42

 
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