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Aktuelles aus Wendessen

































































































































































Braunschweiger Zeitung
Ohne die Kunst des stummen Singens - "Dun Aengus" sorgt für irische Atmosphäre in der Wendessener St.-Georg-Kirche
vom 15.04.2008
Von Susanne Beyer WENDESSEN. Irische Gute-Laune-Musik vom ersten Ton an verbreitete die ...

Von Susanne Beyer

WENDESSEN. Irische Gute-Laune-Musik vom ersten Ton an verbreitete die Formation "Dun Aengus" am Sonntagabend in der St. Georg Kirche in Wendessen.

Die vier ambitionierten, spielfreudigen Hobbymusiker aus Salzgitter und Braunschweig waren bereits zum zweiten Mal der Einladung des Kirchbauvereins St. Georg gefolgt, um allen Fans keltischer Musik ordentlich einzuheizen. Mit ausgelassenen Jigs und Reels, kraftvollen Shantys und melancholischen Balladen, mit Instrumentals und vierstimmigen Satzgesängen, traditionellen Tunes und Eigenkompositionen sorgten sie – noch dazu in ständig wechselnder Instrumentierung – für reichlich kurzweilige Abwechslung.

Seit ihrem letzten Auftritt in Wendessen vor drei Jahren haben Bianka Brünenkamp (Flöten, Bodhran, Gesang), Klaus Brünenkamp (Gitarre, Bouzouki, Mundharmonika und Gesang) und Tom Keller (Gitarre, Bouzouki und Gesang) von Christian Zastrow an der Fiddle Verstärkung bekommen.

Für ihr aktuelles Programm "Brick by Brick – Irish Music and Beyond" brachte die Band, die sich nach der berühmten eisenzeitlichen Festungsanlage vor der sturmumtosten Steilküste Westirlands nennt, "einige der schönsten Steine aus den alten Gemäuern musikalisch auf Hochglanz".

Das folkbegeisterte Publikum belohnte jeden Titel mit enthusiastischem Applaus. Gleich mehrfach forderte Klaus Brünenkamp die Zuhörer auf, "die Kunst des stummen Singens zu unterdrücken" und kräftig in die eingängigen Refrains einzustimmen. Das Ergebnis konnte sich durchaus hören lassen.

Thematisch kreisen die Lieder von der grünen Insel um die Seefahrt und das Meer, um Liebe, Heimweh und andere Widrigkeiten des Lebens. Da ist beispielsweise die tragische Geschichte des "Newry Highway Man": Einst vom einfachen Volk als eine Art Robin Hood verehrt, steht er nun von allen verlassen unter dem Galgen und sinniert düster: "It’s in the cradle I should have died." Und Tommy Sands besingt in Worten von Samuel Beckett in "Round and Round" all das, was sich im Leben eben nicht ändert: "Januar, Februar, März – und schon ist wieder Montagmorgen."

Dun Aengus selbst finden ihre Inspiration durchaus auch in Piratenfilmen oder mittelalterlichen Texten. Mit seiner Komposition "Columb’s Song" vertonte Tom Keller ein Gedicht aus dem 7. Jahrhundert.

Fazit: Dun Aengus haben einmal mehr bewiesen, dass es nicht unbedingt einer irischen Band bedarf, um eine authentisch-irische Atmosphäre zu erzeugen. Ein gelungener irischer Abend mit Schwung, Esprit und Humor.

Dienstag, 15.04.2008

Bildunterschrift: "Dun Aengus" verbreiteten authentisches irisches Flair: (von links) Tom Keller, Bianka Brünenkamp, Christian Zastrow und Klaus Brünenkamp.

Foto: Susanne Beyer

 
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